Pressespiegel 22/23

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CrashIce
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215358Beitrag CrashIce »

Eishockey
EHC Biel: Der Fall Rathgeb, der vielleicht gar kein Fall ist

Yannick Rathgeb ist nach den Vorfällen in der Schlussphase des Spiels zwischen Biel und Lugano am Samstag ins Rampenlicht gerückt. Muss der Bieler Verteidiger eine harte Strafe befürchten?
Raoul Ribeaud|br
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Gespielt sind 58:20 Minuten am Samstagabend in der Tissot Arena. Der Bieler Fabio Hofer wird von Luganos Connolly mit dem Stock in den Rücken gestossen. Hofer wird mit dem Kopf voran gegen die Bande hinter dem Tessiner Tor geschleudert. Sofort eilt Hofers Teamkollege Yannick Rathgeb herbei und schlägt mit der Faust auf den Tessiner ein, der sich dafür revanchiert. Der Linienrichter Michael Stalder geht dazwischen und zieht den Bieler Verteidiger retour. Zurückgehalten, kassiert Rathgeb zunächst einen Schlag von Calvin Thürkauf, der über die Schulter von Michael Stalder schlägt. Thürkauf, der sich frei bewegen kann (der zweite Linienrichter greift nicht ein), schlägt mit der linken Hand auf Rathgeb ein. Dieser bekommt seinen rechten Arm frei, um Thürkauf zurückzugeben. Er trifft dessen linken Arm, streift dann schliesslich das Gesicht von Michael Stalder.

Die Beurteilung der Hauptschiedsrichter Lemelin und Tscherrig: zwei Minuten gegen Connolly, zwei Minuten gegen Thürkauf, Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Rathgeb. Bislang ist noch kein Verfahren seitens der Liga gegen den Bieler Verteidiger eingeleitet worden. Am Montag kontaktiert, sagt Michael Tscherrig: «Mein Kollege Mark Lemelin hat die Strafen beschlossen. Auf dem Eis habe ich sie gutgeheissen.»
Aggressionen gegen Schiedsrichter

Im Schweizer Eishockey sind Aggressionen gegen Schiedsrichter in drei Kategorien eingeteilt:

Verunglimpfung oder körperliche Bedrohung eines Offiziellen: Sperre von 2 bis 4 Spielen.
Gewalttätiges Verhalten gegen einen Offiziellen ohne die Absicht, ihn zu verletzen: Sperre von 4 bis 9 Spielen.
Absichtliches Schlagen eines Schiedsrichters oder vorsätzliche Anwendung körperlicher Gewalt mit dem Ziel, ihn zu verletzen: mindestens 10 Spiele.

Als ehemaliger Schiedsrichter und heutiger Berater beim TV-Sender MySports ist Stéphane Rochette dem Schiedsrichterteam in der Eishockeywelt eng verbunden geblieben. Was sagt der «Mann, der alles weiss» über den Fall Rathgeb? «Erstens, und das ist das Wichtigste, scheint klar, dass Rathgeb den Linienrichter nicht geschlagen hat. Jedenfalls ist in der Faustkampfszene nichts zu erkennen. Wenn er für den Rest des Spiels bestraft wird, dann wegen der wiederholten Aggressionen, als Linienrichter Stalder ihn bereits festhält. Unter diesen Umständen hätte Rathgeb sich beruhigen müssen.»

Allerdings: Vom Linienrichter festgehalten, während der Gegner weiter auf ihn einschlägt, wie konnte sich Rathgeb da beherrschen? Und wie ist das Nichteingreifen des zweiten Linienrichters zu verstehen, der Thürkauf auf Rathgeb einprügeln lässt? «Wir haben es mit zwei aufstrebenden Linienrichtern zu tun, denen in solchen Gedrängen manchmal noch die Routine fehlt», erklärt Stéphane Rochette. «Wenn es in Nordamerika zu einer Schlägerei kommt, raufen die Kontrahenten einer gegen einen. In der Schweiz drängen alle Spieler in völliger Unordnung in die Szene. Am Samstag handelten die Herren Stalder und Burgy im Eifer des Gefechts so schnell wie möglich.»

Verfahren gegen Guillaume Maillard

Am Montag teilte die Liga mit, dass ein Verfahren eröffnet wurde, allerdings nicht gegen Yannick Rathgeb, sondern gegen Guillaume Maillard. Der Stürmer des EHC Biel soll bei der 5:6-Niederlage des EHC Biel am Freitag in Rapperswil ein Vergehen gegen einen Schiedsrichter begangen haben.
Unmut bei Schiedsrichtern

In der jüngeren Vergangenheit wurden die beiden Genfer Pouliot und Mercier sehr hart bestraft, weil sie auf dem Eis mit einem Schiedsrichter zusammengestossen waren. «Leider», erklärt der Spezialist, «scheint es, dass diese Strenge in dieser Saison nicht mehr angewendet wird. Seit Beginn der Meisterschaft wurden nicht weniger als vier Schiedsrichter von Spielern in Bewegung gerammt. Natürlich unfreiwillig, wie diese behaupten.» Stéphane Rochette weiter: «Die Reaktion der Zuständigen der Liga: nichts, keine Sanktionen. Die Schiedsrichter haben langsam die Nase voll und es würde mich nicht wundern, wenn sie auf die eine oder andere Weise reagieren würden, um ihren Unmut zu zeigen.»

Wem oder was ist dieser Kurswechsel zu verdanken? Seit Beginn dieser Saison werden diese Fälle dem Urteil des Seeländers Philippe Rytz in seiner Funktion als Senior Officiating Manager, einer Art technischer Manager der Schiedsrichter, anvertraut. «Ein netter Kerl, der sich vielleicht ein wenig seine Spielermentalität und das Gefühl bewahrt hat, dass viele Dinge entschuldbar sein können», sagt Stéphane Rochette. Es würde ihn wundern, wenn die Strafe hoch ausfallen würde.

Angesprochen auf die Situation, konnte sich Philippe Rytz am Montag nicht zum aktuellen Fall äussern.
Publiziert am 04.10.2022,06:03
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215359Beitrag Topscorer »

Danke fürs Posten.
Philippe Rytz entscheidet über solche Szenen? Ein Schelm, wer nun denkt er drückt bei Bielern einmal ein Auge mehr zu :roll:.
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215365Beitrag Topscorer »

Mich würde mal interessieren, was die Anforderungspunkte sind um ein NHL-Globalseries-Spiel durchzuführen. Ich hätte schon Bock einmal gegen die Coyotes, Hawks, Stars oder Jets zu spielen. Hauptsache einen NHL-Gegner mit (Ex-)Bieler Beteiligung :).
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215366Beitrag h-okay »

Gute Frage, Topscorer. Könnte mir vorstellen, dass man ein NHL-Team nur mit einem "symbolischen Batzen", oder gar nicht entlöhnt. Versicherung, Hotel, Verpflegung und Flug müssen wohl bezahlt werden. Ist aber nur eine Vermutung von mir. Ich weiss es nicht genau.
Ich glaube die kommen aus Übersee nicht nur zu solchen Spielen, weil sie wahnsinnig heiss auf Begegnungen mit europäischen Teams' sind, sondern weil sie nebenbei Zeit haben unseren Kontinent mal zu besuchen.
In Bern angekommen, fragten ein paar Spieler der Predators laut Medien jedenfalls.."wo sind hier die Berge?!"
Und danach wohl gleich nach Schweizer-Schoggi. Ist aber auch nur eine Vermutung von mir.
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215367Beitrag Topscorer »

Also was ich gelesen habe ist, dass die europ. Gastvereine eigentlich nicht gross etwas zu melden haben, die Globalseries organisiert irgend eine schwedische Firma, also denke ich das auch da die Kosten hängen bleiben. Und Sightseeing kann man auch bei uns im schönen Seeland machen, glaube bis jetzt noch von keinem Ausländer gelesen zu haben, der vom Bielersee nicht viel hält :wink:. Den Chasseral haben wir als Riesensissichtspunkt auch noch also langweilig würde es sicher nicht :).
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215368Beitrag h-okay »

Topscorer hat geschrieben: 5. Okt 2022, 20:10 Also was ich gelesen habe ist, dass die europ. Gastvereine eigentlich nicht gross etwas zu melden haben, die Globalseries organisiert irgend eine schwedische Firma, also denke ich das auch da die Kosten hängen bleiben. Und Sightseeing kann man auch bei uns im schönen Seeland machen, glaube bis jetzt noch von keinem Ausländer gelesen zu haben, der vom Bielersee nicht viel hält :wink:. Den Chasseral haben wir als Riesensissichtspunkt auch noch also langweilig würde es sicher nicht :).
Also ich habe mal zu B-Zeiten davon gehört, dass ein Import der für uns spielte zum Bielersee meinte, als er ihn zum ersten mal sah: "pretty big river.."😅
Die Aussicht vom Chasseral ist fantastisch. Aber ich glaube, dass ausländische Spieler da eher Jungfraujoch Region oder einen anderen touristischen hotspot anpeilen. Und ein solcher ist unsere Region ausser dem Bielersee und an ihn angrenzende Aglo halt eher nicht. Ich war vor kurzem ein paar Tage in Thun. Kein Vergleich zu Biel, was die Anziehungskraft für "Touris" angeht. Die "Bergwelt" hat klar Vorrang bei den meisten ausländischen Besuchern. NL Imports oder NHL-Besucherteams inkl.
Aber diese wäre von Biel aus für die NHL Profis, die ganz andere Reisezeiten kennen, auch nur ein Katzensprung entfernt. Von dem her..
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215374Beitrag Topscorer »

https://www.blick.ch/sport/eishockey/nl ... -clipboard

Hey was eine Erkenntnis :lol:. Hat jeder gewusst, dass dies passieren wird, ausser natürlich diejenigen, die darüber entscheiden :mrgreen:. Immerhin kommt die Erkenntnis noch zur richtigen Zeit.
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215376Beitrag h-okay »

12 Mannschaften = 44 Qualispiele. Ob es dann wieder Zusatzrunden braucht? Finde diese nicht wirklich attraktiv.
Es sei denn, man würde in diesen nur einmal auf den selben Gegner treffen. Sonst spielt man wieder Saison übergreifend gegen 3 Gegner 6 mal. Des Guten zuviel.
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215383Beitrag Rookie »

h-okay hat geschrieben: 6. Okt 2022, 20:22 12 Mannschaften = 44 Qualispiele. Ob es dann wieder Zusatzrunden braucht? Finde diese nicht wirklich attraktiv.
Es sei denn, man würde in diesen nur einmal auf den selben Gegner treffen. Sonst spielt man wieder Saison übergreifend gegen 3 Gegner 6 mal. Des Guten zuviel.
Dann werden halt fünf Runden gespielt, so landen wir auch bei >50 Spielen für die Saison. Aber keine "Derbygruppen" mehr, das ist eine Krückenlösung, die den Charakter der Meisterschaftsverfälschung in sich trägt.
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215385Beitrag KTG »

Topscorer hat geschrieben: 6. Okt 2022, 17:27 https://www.blick.ch/sport/eishockey/nl ... -clipboard

Hey was eine Erkenntnis :lol:. Hat jeder gewusst, dass dies passieren wird, ausser natürlich diejenigen, die darüber entscheiden :mrgreen:. Immerhin kommt die Erkenntnis noch zur richtigen Zeit.
Du meinst aber nicht wirklich das einer von den unteren in der Tabelle der NLA wieder runter will? Und wie soll das gehen? Ich glaube die Büchse der Pandorra hat man geöffnet und nun bekommt man Sie nicht mehr zu. Ist genauso wie mit der mMn. dämlichen Ausländerregel. Ihr glaubt doch nicht allen ernstes das dies wieder rückgängig gemacht wird. Die Vereine haben auf die nächsten Jahre ihr Budget im Hintergrund schon gemacht und dies ist sowohl auf der Einnahmen Seite ziemlich wichtig, daher brauchen Sie die Zuschauereinnahmen und Einnahmen aus Catering. Ne ich glaube nun wirklich nicht daran das man da zurück krebst. Schaut euch doch teilweise die langen Verträge einiger Spieler an. Das ist ja echt der Wahnsinn.
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215386Beitrag Rookie »

KTG hat geschrieben: 7. Okt 2022, 06:32Du meinst aber nicht wirklich das einer von den unteren in der Tabelle der NLA wieder runter will? Und wie soll das gehen? Ich glaube die Büchse der Pandorra hat man geöffnet und nun bekommt man Sie nicht mehr zu. Ist genauso wie mit der mMn. dämlichen Ausländerregel. Ihr glaubt doch nicht allen ernstes das dies wieder rückgängig gemacht wird. Die Vereine haben auf die nächsten Jahre ihr Budget im Hintergrund schon gemacht und dies ist sowohl auf der Einnahmen Seite ziemlich wichtig, daher brauchen Sie die Zuschauereinnahmen und Einnahmen aus Catering. Ne ich glaube nun wirklich nicht daran das man da zurück krebst. Schaut euch doch teilweise die langen Verträge einiger Spieler an. Das ist ja echt der Wahnsinn.
Das wird sich spätestens dann ändern, wenn der eine oder andere Club finanziell sich den Verbleib in der Liga nicht mehr wird leisten können. Dann geht es sportlich runter, oder es folgt der Rückzug aus der Liga. So wird es sich von selber bereinigen. Wenn die Gerüchte stimmen, dass sich Liga, Verband, SL und myHockey-League verantwortliche wieder an einen gemeinsamen Tisch gesetzt haben, dann wird sich auch in der Ausländerfrage eine Lösung finden lassen. Zum Wohl aller, nicht nur der NL-Clubs.

Wer ihn noch nicht gehört hat: La Stammtisch mit unserem "C" https://lastammtisch.buzzsprout.com/146 ... an-haas-ii Dass offenbar einiges nicht stimmt in der Kabine, ist jetzt klar! :?
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215393Beitrag Topscorer »

KTG hat geschrieben: 7. Okt 2022, 06:32
Topscorer hat geschrieben: 6. Okt 2022, 17:27 https://www.blick.ch/sport/eishockey/nl ... -clipboard

Hey was eine Erkenntnis :lol:. Hat jeder gewusst, dass dies passieren wird, ausser natürlich diejenigen, die darüber entscheiden :mrgreen:. Immerhin kommt die Erkenntnis noch zur richtigen Zeit.
Du meinst aber nicht wirklich das einer von den unteren in der Tabelle der NLA wieder runter will? Und wie soll das gehen? Ich glaube die Büchse der Pandorra hat man geöffnet und nun bekommt man Sie nicht mehr zu. Ist genauso wie mit der mMn. dämlichen Ausländerregel. Ihr glaubt doch nicht allen ernstes das dies wieder rückgängig gemacht wird. Die Vereine haben auf die nächsten Jahre ihr Budget im Hintergrund schon gemacht und dies ist sowohl auf der Einnahmen Seite ziemlich wichtig, daher brauchen Sie die Zuschauereinnahmen und Einnahmen aus Catering. Ne ich glaube nun wirklich nicht daran das man da zurück krebst. Schaut euch doch teilweise die langen Verträge einiger Spieler an. Das ist ja echt der Wahnsinn.
Man spielt jetzt diese Saison fertig wie geplant und nächste Saison steigen die zwei letzplatzierten ab ganz einfach. Spezielle Zeiten erfordern spezielle Massnahmen. Im CH-Fussball ist es die gleiche Geschichte, der letzte steigt direkt ab und der zweitletzte hat noch die Chance sich zu retten. Dann würde es in der NL halt eine Saison geben, wo die beiden Letzten direkt runter gehen und der 11. und 12. um die LQ spielen, dass der SL-Meister trotzdem die Chance hat aufzusteigen. Ich weiss im CH-Eishockey wird immer von zusammen geredet, aber schlussendlich bastelt jeder lieber in seinem Gärtli. Aber jetzt muss man für das Produkt CH-Eishockey arbeiten auch wenn das einigen Leuten nicht passen wird, aber man hat jetzt gesehen, dass es ohne die SL nicht funktioniert und wenn jetzt jeder Verein sagt es sollen die anderen Vereine zum Bestand der SL schauen, weil wir ja keine Spieler dort haben, werden wir noch in 10 Jahren am gleichen Punkt stehen.
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215398Beitrag CrashIce »

Langnau und Ajoie werden längerfristig bankrott gehen. Ambri kann sich dank Mauscheleien weiterhin behaupten.
In ZH ist genug Geld da für 2 Hockeyclubs.
Der Rest steht auf soliden Füssen. Bei Lausanne kann es allerdings auch plötzlich "knallen"

12 NLA
10 NLB

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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215399Beitrag h-okay »

Teams wie Arosa, Chur oder auch Martigny würden in der SL schon sicher mal mehr Zuschauer anlocken als Winterthur, Ticino Rockets und die Gck Lions.
Einen direkten Absteiger/Aufsteiger werden wir wohl nie mehr haben. Das würden die aktuellen NL-Clubs nicht zulassen wollen.
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Re: Pressespiegel 22/23

Beitrag: # 215435Beitrag CH »

EHCB: Vom Leaderthron auf das Klo

Vor der Doppelrunde gegen Zug und Kloten analysiert EHCB-Verteidiger Robin Grossmann die letzten Niederlagen. Wie steht es um das zuletzt von Krankheit geplagte Team?


Der EHC Biel hat seinen geglückten Saisonstart letzte Woche das Klo runtergespült. Auf vier Siege folgten drei Niederlagen, vom Tabellenthron ging es den Bach runter auf den siebten Platz. Und dabei verbrachten ein paar Spieler tatsächlich mehr Zeit als üblich auf dem stillen Örtchen. Jesper Olofsson und Beat Forster verpassten zwei der drei Spiele krank, Ramon Tanner eines und Mike Künzle schliesslich das letzte Drittel des Samstagsspiels.

Verschiedene Krankheitserreger, darunter ein Magen-Darm-Infekt, sind in der Bieler Garderobe im Umlauf, da kam der spielfreie Dienstag gerade recht. Am Donnerstag im Training fehlten neben Assistenztrainer Oliver David «nur» noch Künzle, Damien Brunner und Etienne Froidevaux krankheitsbedingt. Ob die drei Stürmer dennoch am Freitag in Zug antreten können, wird am Vormittag entschieden.

Ein gewichtiger Stolperstein
Man kann nun natürlich in diesem Zusammenhang die fehlende Spritzigkeit als Grund für die Niederlagenserie beiziehen – zumal es vor allem im Match gegen Lugano im Bieler Team offensichtlich an Energie mangelte. Das wäre aber zu kurz gedacht. Auch anderes war nicht auf dem erforderlichen Niveau. «Wir verzeichneten speziell im Lugano-Spiel zu viele nicht zwingende Scheibenverluste», analysiert Robin Grossmann. Der EHCB-Verteidiger führt dies teilweise auch auf die fehlende Energie zurück, was sich auf die mentale Verfassung ausgewirkt habe. «Man wählt zum Beispiel einen Befreiungsschlag, anstatt einen cleveren Spielzug auszuführen.»

Wenn bei den Seeländern das Aufbauspiel harzt, ist das ein gewichtiger Stolperstein. Das ligaweit gefürchtete Tempospiel erstickt im Keim. Das weiss die Konkurrenz und versucht dementsprechend entgegenzuwirken. Den Luganesi ist dies besonders gelungen. Für Grossmann ist deshalb klar: «Wir müssen als Mannschaft unser Spiel durchziehen können, auch wenn wir angeschlagen sind.» Wenn konsequent und präzise ausgeführt, funktioniert Biels Spielsystem auch gegen darauf eingestellte Gegner. Bezüglich der Taktik würden unter den Mannschaften ohnehin kaum noch Geheimnisse existieren, sagt Grossmann. «Entscheidend ist die Ausführung des einstudierten Systems.»

Am zweitmeisten Eiszeit, im Vergleich ist das aber nicht viel
Grossmann steht in seinem zweiten (von drei) Vertragsjahr mit dem EHC Biel. Gleich wie schon letzte Saison setzt der Coaching-Staff den 35-jährigen, mittlerweile vor allem defensiv ausgerichteten Routinier viel ein. Mit im Durchschnitt über 19 Minuten Eiszeit pro Partie belegt Grossmann mannschaftsintern hinter Viktor Lööv den zweiten Platz. Was dabei auffallend ist: Mit diesem Wert würde er nur noch in Zug oder Freiburg so weit vorne liegen. Alle anderen Teams setzen vehementer auf ihre Schlüsselspieler – allen voran der SC Bern, bei dem schon so früh in der Meisterschaft sechs Spieler auf über 20 Minuten kommen. «Die besten Spieler müssen am meisten Eiszeit erhalten, das ist richtig», sagt Grossmann, «aber alle sollten eingebunden werden.»

Dass das Verteilen der Eiszeiten auf möglichst viele Beine in einer langen Saison letztlich zum Vorteil werden könnte, glaubt Grossmann schon, aber nicht bedingungslos. «In der Regel sind die Spieler mit viel Eiszeit darauf trainiert, so oft im Einsatz zu stehen, und können ihre Leistung auch gegen Ende der Saison noch abrufen.»

Eine gegensätzliche Doppelrunde
Eine gute Leistung über alle vier Blöcke hinweg wird am Freitag nötig sein, wenn der EHC Biel beim amtierenden Meister EV Zug zu Gast ist. Die Zentralschweizer haben in der Meisterschaft zuletzt zwar gegen Ambri-Piotta knapp verloren, dafür am Dienstag in der Champions Hockey League den fünften Sieg im fünften Spiel geschafft. «Es wird Zeit, dass wir wieder mal eine Top-Mannschaft besiegen. Damit hatten wir auch schon Ende der letzten Saison ein bisschen Mühe», sagt Grossmann. In der laufenden Meisterschaft war das 2:0 gegen Genf der bisher einzige Sieg gegen einen «Grossen».

Gegensätzlicher könnte Biels Doppelrunde kaum sein, denn am Samstag ist mit dem EHC Kloten der Aufsteiger zu Gast. Nur, auch wenn dieser erst einen Sieg auf dem Konto hat, ein Selbstläufer dürfte dieser Match nicht sein. «Vor allem vor ihrem Powerplay müssen wir uns in Acht nehmen», warnt Assistenztrainer Thomas Zamboni. Wie auch immer: Die Bieler sind auf Punkte angewiesen, ansonsten könnte es schon früh in der Saison ungemütlich werden.

BT vom 06.10.2022
#29 Ich bin noch nie in eine Saison gestartet ohne das Ziel zu haben, Schweizer Meister zu werden.
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